Gerhards Fotoblog

Ziel getroffen

Nachdem ich eine Woche auf Familienbesuch war, das heißt kein Internet und leider auch keine Zeit für die Fotografie, aber endlich die Möglichkeit , mich mit elektronischen Equipment auszustatten bin ich wieder zu Hause angekommen hatte ich nur noch ein Ziel: der Arduino sollte mir bei meiner fotografischen Aufgabe helfen.

Schwierigkeiten sichern den Lernerfolg

Nach den ersten Problemen mit der Lichtschranke, versuchte ich nun die Variante mit einem Schalter. Schnell stellte sich heraus, dass der Schalter an der Bogensehne so träge ist, dass der Pfeil längst am Ziel vorbei ist ehe der etwas bemerkt. Gleichzeitig verabschiedete ich mich von dem Gedanken der automatischen, elektrischen Auslösung, da das Solenoid einfach zu schwach ist. Nun musste der Lötkolben ran, eine Arbeit, die mir überhaupt nicht liegt. Der Fotodiode wurden ein paar zusätzliche Bauteile verpasst und gemeinsam in ein kleines Gehäuse gequetscht .  Nun kam die nächste Überraschung – mal funktionierte die Schaltung und dann wieder nicht. Als ich den Laser vom DigitalPin direkt auf 5V legte war das Problem beseitigt. Damit das ganze nicht mit dem Steckbrett betrieben werden muss, habe ich dann noch die ganzen Bauteile auf ein Prototype Shield gelötet.

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Jetzt geht es endlich los

Nun brauchte ich nur noch die richtige Zeitverzögerung und die Schussbahn für mein erstes Foto. Die Zeit war schnell ermittelt, nur die Schussbahn war erschreckend. Wie soll ich etwas treffen, wenn der Pfeil bei jedem Schuss eine andere Schräglage bei einem Streukreis von etwa 5cm hat. Die Ursache hierfür war, dass der Pfeil bei Abschuss die Sensorhalterung leicht streifte und deshalb sehr interessante Flugbahnen wählte. Nun konnte ich den fliegenden Pfeil ganz nah fotografieren – ich bin begeistert.

Für die Technik Freaks unter Euch:
Distanz vom Sensor bis zur fotografierten Pfeilspitze 112cm
Zeit: 17 Millisekunden
Geschwindigkeit: 238 km/h

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Der erste Schuss

Der Ablauf ist nun ganz einfach: In einem Raum mit wenig Licht wird die Kamera auf „Bulb“ gestellt, Taste am Arduino drücken, beim Loslassen öffnet sich der Kameraverschluss, wenn ich das Geräusch höre, drücke ich den Abzug. Die Lichtschranke löst zeitverzögert den Blitz aus und der Kameraverschluß wird wieder geschlossen.

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Wie geht es weiter?

Jetzt habe ich die technischen Voraussetzungen für Fotos, die sehr kurze Momente abbilden können. Wenn ich wieder ein paar Tage Zeit habe, gibt es die nächsten Fotos. Ideen haben sich inzwischen genug angesammelt. Das Testen verschiedener Sensoren steht noch bevor und vor allem C/C++ weiter lernen – bin da noch am Anfang.

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