Gerhards Fotoblog

Was wären wir ohne Schilder

Schade, wollte heute eigentlich ein paar Hirsche, Rehe und Wildschweine mit nach Hause nehmen

18 Kommentare zu “Was wären wir ohne Schilder

  1. Es Marinsche kocht

    Vermutlich hatten einige Deiner Vor-gänger….oder sagt man -spazierer….ach egal….auch schon diese Idee….und nu ZACK BÄÄM BOOM….zu spät….nu isses verboten!

  2. Lutz Prauser

    So lustig solche Schilder bisweilen anmuten, so traurig ist es auch, dass man in zunehmendem Maße solcher Schilder bedarf. Vieles, was einem als Verhalten gerade selbstverständlich oder doch zumindest sinnvoll erscheinen sollte, ist offensichtlich anders nicht mehr in die Köpfe unserer kleinhirnigen Zeigenossen unterzubringen.
    Egal, ob das Hinweisschilder sind, Wasservögel nicht zu füttern oder Verbotsschilder, Hunde in Brut- und Laichgebietennicht in die Seen/Weiher zu lassen.
    Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Nichtdenker vielleicht auf die Idee kommen, Salamander, Froschlaich, Süßwasserkrebse u.ä. in solchen Gebieten abzusammeln und in den eigenen Gartenteich umzusiedeln, weil das so toll „Natur pur“ ist, um solche Tiere damit mit hoher Wahrscheinlichkeit zu töten.

    Es gibt sicher viel zu viele Schilder, viele davon absurd und unsinnig. Dieses gehört traurigerweise nicht dazu.

    1. Gerhard Reimann Post author

      Es gibt keinen der aufgeführten Punkte, denen ich in irgendeiner Form widersprechen könnte.
      Dieses Schild steht mitten in einem Naturschutzgebiet und der kürzeste Weg vom nächsten Parkplatz sind etwa 45 Minuten und es ist das einzige seiner Art, das ich bisher entdeckt habe. Auch dieses habe ich erst nach mehrmaligen vorbeigehen zufällig entdeckt. An stark frequentierten Tagen kommen hier vielleicht 100 Personen vorbei, außerhalb der Urlaubszeiten liegt das im einstelligen Bereich und an vielen Tagen ist dort Niemand.
      Ich möchte gar nicht auf die Personengruppe eingehen, denen dieses Schild gewidmet ist, sondern auf die Auftraggeber. Ich bin hier mit mehreren Biologen befreundet und keinem sind bisher Freveleien in dieser Region aufgefallen und es liegt auch kein Müll herum, obwohl es keine Papierkörbe gibt. Die Menschen, die sich hier aufhalten sind Naturliebhaber.
      Die richtigen Naturschänder sind hier die Schilderaufsteller; es werden immer wieder Moore, sumpfige Wiesen und Streifenflure für Bauland trocken gelegt und baulich erschlossen, obwohl es innerhalb der Stadt genügend freie Plätze gibt, und für Gewerbegebiete vorbereitet, die dann doch nicht genutzt werden.
      Ein Sommerbad wurde auf einem Grund eröffnet, auf denen seltene Kreuzkröten, hier in Österreich auf der „Roten Liste“, leb(t)en.
      Die Storchenpopulation ist in den letzten Jahren um 90 % zurück gegangen, weil sie in ihren Habitaten einfach zu wenig Futter finden. Die Liste ist sehr lang.
      Vielleicht sollte man den Menschen einfach nur mehr Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein beibringen, dann wären Schilder zum großen Teil oder sogar gänzlich überflüssig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.