Gerhards Fotoblog

Arduino – eine Zwischenbilanz

Vorgeschichte

Vor etwa 2 Jahren wollte ich ein Foto machen, wie ein Pfeil durch ein weißes Ei fliegt. Der Pfeil sollte durch eine Pistolenarmbrust abgeschossen werden, da diese fest montiert werden kann und die Flugbahn kalkulierbar ist. Die Geschwindigkeit eines solchen Pfeiles liegt bei etwa 200 Km/h. Wegen dieser enormen Geschwindigkeit und der sehr kurzen Distanz von etwa 1,2 Metern kam ich ohne technischer Hilfsmittel nicht weiter. Der Kauf einer Lichtschranke mit entsprechenden Einstellmöglichkeiten kam wegen des Preises nicht in Frage, also ließ ich dieses Projekt ruhen.

Nun kommt der Arduino ins Spiel

Vor 2 Wochen kam nun der Arduino zu mir nach Hause, die erste Lichtschranke wurde gebaut – alles ok. Nun gehöre ich aber nicht zu der Personengruppe, die einfach etwas nachbaut, ich will schon wissen, wie das genau funktioniert. Um die Programmierung zu verstehen hieß das für mich, erst einmal C/C++ lernen. Den Einstieg habe ich gemacht und bin jetzt auch ein gutes Stück über „Hello World“ hinaus. Mein Vorwissen war auf dem Stand von 1991, da hatte ich mal einen PASCAL Kurs gemacht und danach nie wieder eine Zeile geschrieben, weil ich keine Anwendung dafür hatte. Was elektronische Bastelleien betrifft, ist das noch schlimmer. In meiner Ausbildung (1972 – 1975) wurde Digitaltechnik angesprochen und ich habe noch einen Artikel aus der Elektronikzeitschrift Elrad von 1979 mit Grundschaltungen, die ich irgendwann mal nachbauen wollte. Nun ja, die Vergangenheit hat mich eingeholt.

Der Programm Ablauf

Eigentlich ganz einfach:

  1. Eine Taste wird gedrückt
  2. Der Kameraverschluss öffnet sich
  3. Der Blitzkontakt gibt das Signal, dass der Verschluss offen ist
  4. Ein Solenoid wird aktiviert (löst die Armbrust aus)
  5. Lichtschranke erkennt den Pfeil und löst mit einer Zeitverzögerung den Blitz aus
  6. Alles wird wieder deaktiviert

Theorie und Praxis

Der Aufbau ist recht simpel, nur die Komponenten spielen nicht so, wie sie sollen. Der Elektromagnet ist für die Auslösung zu schwach und die Lichtschranke bekommt nichts mit.

Die Lichtschranke arbeitet mit einem Fotowiderstand, der ist einfach zu träge. Ich besorge mir eine Fotodiode und gehe davon aus, dass die etwas flotter ist. Alternativ dazu hatte ich schon einen Schallsensor eingesetzt, nur der ist defekt – brauch einen neuen. Eine weitere Lösung wäre ein Schalter direkt an der Armbrustsehne, der den Abschuss signalisiert.

Für die Auslösung werde ich einen „vorgespannten“ Abzug basteln, der vom Solenoid leicht ausgelöst werden kann.

So schön, wie das Leben in einer abgelegenen Gegend ist, so ist das in diesem Fall recht hinderlich. Jede Kleinigkeit muss bestellt, oder kann erst bei der nächsten Fahrt in eine größere Stadt besorgt werden.

Aber: Man wächst mit seinen Aufgaben

Es geht weiter!

Für Interessierte habe ich das Programm hier als ino oder als .pdf Datei zu Download bereitgestellt.

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6 Kommentare zu “Arduino – eine Zwischenbilanz

  1. oteske

    Cool, sieht ziemlich nach C++ aus. Ist auch schön formatiert. Ja, so Spielereien machen schon Spaß. Vor wenigen Jahren hätte man von so etwas noch geträumt. Und wenn dann musste man in Assembler programmieren, da standen halt Z80 und 6502 hoch im Kurs.

    Das Bild ist aber auch 1A geworden, sieht richtig gigantisch aus der kleine.

    Gruß
    Oli

      1. oteske

        Ach, armer! Ich habe ja jetzt das totale Mitleid 😉
        Ja, das glaube ich Dir, sowas macht schon Spaß und wenn am Ende sogar wie in deinem Fall etwas bei rauskommt was man brauchen kann…. Was braucht ein mann mehr???
        Gruß
        Oli

  2. Pingback: Donnerstag, den 14. Januar 2016 | Kulturnews

  3. thelogblogger

    Sehr interessanter Artikel. Hört sich sehr spannend an und ich bin bereits darauf gespannt, wie es hier mit dem Arduino weitergehen wird.
    Da ich auch einen Arduino habe, sollte ich mich wohl mal genauer informieren, wie der so mit der Kamera zusammenarbeitet.
    Mach weiter so mit deinen Projekten!

    LG

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