Gerhards Fotoblog

A NETTE

In der letzten Zeit war ich sehr viel mit dem Filmen beschäftigt. Sehr aufwendig war die Verfilmung und der Filmschnitt eines Theaterstückes, das in der Blockheide unter freiem Himmel aufgeführt wurde. 
Acht Stunden Filmmaterial aus zwei Aufführungen mit jeweils drei Kameras synchronisiert mussten und so zusammengesetzt werden, dass ein gekürzter Film , 50 Min statt der tatsächlichen 90 Min, ohne Verlust des Inhaltes heraus kommt. Hinzu kam, dass mein Adobe Premiere ständig abstürzte, After Effects Dateien (Filmtitel und Nachspann) von Premiere verweigert wurden. Ich entschloss mich dann auf DaVinci Resolve umzusteigen, was ein Umdenken erforderte. Dafür hatte ich keinen einzigen Absturz mehr. Mit dem Ton gab es auch noch ein paar Schwierigkeiten, die dann noch korrigiert werden mussten.

Das Theaterstück wurde so geschrieben, dass das Publikum über den weiteren Verlauf mitbestimmen konnten; da hab ich eben nur eine durchgehende Variante ohne Abstimmung gewählt. 

Wer Zeit und Interesse hat kann sich die 50 Minuten gerne anschauen.

A Nette

Anette absolviert ihren Alltag zwischen Familie, Beruf und sonstigen Herausforderungen. Um ihren Pflichten gerecht zu werden, lässt sie ihre eigenen Bedürfnisse hintanstehen. Die Einzigen, denen diese ständige Überforderung auffällt, sind Anni und Etti, die Anette zur Rede stellen. Doch Anette kann nicht verstehen, was die beiden wollen, ist sie es ja schon längst nicht mehr gewohnt, auf ihre inneren Stimmen zu hören. Um Anette in ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen, suchen sie Bestätigung, und so findet sich plötzlich das Publikum in der Verantwortung, über die Handlungen von Anette zu entscheiden. Damit können neue, nicht alltägliche Situationen entstehen – vielleicht auch Impulse, um den Umgang mit den Mitmenschen zu überdenken.

Der Gmünder Autor Martin Traxler hat ein Theaterstück entwickelt, dessen Szenen sich zu unterschiedlichen Handlungssträngen zusammensetzen lassen. So steht das Ensemble der Theatergruppe KUKUG vor der Herausforderung, jeden Abend ein neues Stück zu spielen, je nachdem wie das Publikum die Entscheidungen trifft. Zu sehen ist dieses Experiment zwischen den Bäumen und Steinen des Naturparks Blockheide.

Ein Projekt von: Theatergruppe KUKUG“ – Kulturkulisse Gmünd
Projektleitung: Georg Libowitzky, Petra Traxler
 

7 Kommentare zu “A NETTE

  1. african queen

    download fertig, interesiert mich, schau und höre mir das in ruhe an- was du alles machst, das ist eine
    Herausforderung, im Freien, ohne gute Beleuchtung…..und ein wenig Dialekt, muss aufmerksam hinhören……

    1. Gerhard Post author

      Es freut mich, wenn der Film auch angeschaut wird, da steckt viel Arbeit drin. Für mich war das ein „Übungsfilm“, viele Dinge an die ich denken musste und keine Szene konnte wiederholt werden – alles Live. Auch das Arbeiten mit mehreren Kameras, einerseits erleichtert es bei der Aufnahme viel Lauferei, aber das Zusammensetzen ist dann wieder aufwendig. Dazu noch der Ton direkt aus dem Mischpult, der muss dann auch noch zu den Bildern passend gemacht werden. Es hat mir jedes Mal Freude bereitet, wenn wieder eine Szene fertig war.

  2. Ellen

    Super….echt spannend gemacht, ich gucke etappenweise, bin bei der Bettszene….lach!
    Nachher hab ich mehr Zeit und schau weiter.
    Mir gefällt die Kameraführung und auch die Handlung sehr.
    Danke fürs Teilen!
    Lieben Gruß
    Ellen

    1. Gerhard Post author

      Viele Ortschaften haben hier ihre Theatergruppe, die jeweils einmal pro Jahr ihre Aufführung macht und dafür spielen die gut. Die Geschichte hier is a nette Gschicht.
      Für die Aufnahmen habe ich zwei Kameras an festen Stellen positioniert und mit der Dritten bin ich mit dem 70-200 drauf an die verschiedenen Stellen mitgewandert – das war richtige Arbeit. Stativ plus Kamera sind sechs Kilo schwer.

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